OPER
ZAR UND ZIMMERMANN
VON ALBERT LORTZING
TEXT VOM KOMPONISTEN NACH EINEM LUSTSPIEL VON GEORG CHRISTIAN
RÖMER
UA 1837
PREMIERE
26. März 2011
GROSSES HAUS
MUSIKALISCHE LEITUNG
HEIKO MATHIAS FÖRSTER
INSZENIERUNG
ROLAND SCHWAB
BÜHNE
PIERO VINCIGUERRA
KOSTÜME
RENÉE LISTERDAL
CHOR
CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE
ANNA MELCHER
GESCHICHTE Zwei Peter, einer mit Nachnamen Iwanow, der andere mit
Nachnamen Michailow, haben guten Grund, in einer holländischen Hafenstadt ihre
wahre Identität zu verbergen: Peter Iwanow ist aus der russischen Armee desertiert,
Peter Michailow ist in Wahrheit der Zar aller Russen. Der Zar muss wegen Unruhen
schleunigst in die Heimat zurück. Der Deserteur möchte aus Liebe zu Marie, der
Nichte des Bürgermeisters van Bett, bleiben. Ein englischer und ein französischer
Gesandter versuchen das Intrigengeflecht zu entwirren und herauszufinden, welcher
der beiden Peter nun der Zar sei. Doch der vor Standesdünkel und Eitelkeit nur so
strotzende Bürgermeister van Bett sorgt durch emsige Betriebsamkeit unabsichtlich
eher für Verwirrung als für Aufklärung. Ein Pass und ein Brief zur rechten Zeit sorgen
schließlich doch noch für ein glückliches Ende für beide Peter.
LEGENDE 9 Albert Lortzing schafft 1837 das Theaterwunder, die Intensität Mozarts
mit der Melodienvielfalt des Belcanto, dem raffinierten Aufbau eines französischen
Schauspiels und der deutschen Romantik zu verbinden. Die mit diesem Werk
begründete Deutsche Spieloper ist alles andere als harmlose Biedermeierei. Sie
zeigt zwischen bürgerlicher Scheinwelt und wirklichkeitsnahem Idealismus, wie die
,,von unten" denen ,,da oben" mächtig einheizen, wenn es um wahre Einheit geht.
Und mehr noch: ausgerechnet Politik wird zum Auslöser für moralisches Handeln!