OPER
DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN
VON SERGEJ PROKOFJEW
TEXT VOM KOMPONISTEN NACH CARLO GOZZI
UA 1921
PREMIERE
29. JANUAR 2011
GROSSES HAUS
MUSIKALISCHE LEITUNG
RASMUS BAUMANN
INSZENIERUNG UND BÜHNE
ELMAR GEHLEN
KOSTÜME
MARTINA FELDMANN
MITARBEIT BÜHNENBILD
BEATA KORNATOWSKA
CHOR
CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE
ANNA MELCHER
GESCHICHTE König Treff will seinen Sohn von der Schwermut kurieren. Pantalone
empfiehlt als Heiler den Spaßmacher Truffaldino. Das ruft drei Verschwörer auf den
Plan, die den Tod des Prinzen planen. Der Kampf wird auf höherer Ebene von der
Zauberin Fata Morgana und vom Zauberer Tschelio ausgefochten. Und
ausgerechnet eine Ungeschicktheit der Zauberin lässt den Prinzen endlich lachen.
Aus Rache verdammt sie ihn dazu, sich in drei Orangen zu verlieben. Diese
entpuppen sich als drei Prinzessinnen. Zwei davon sind dem Tod geweiht und nur
die dritte, Prinzessin Ninetta, erringt die Liebe des Prinzen. Dann aber wird Ninetta in
eine Ratte verwandelt, so dass das glückliche Ende noch einen Schuss und die
Vernichtung der Bösewichter lang warten muss.
LEGENDE 7 Was wie ein groteskes Puppenspiel mit höchst lebendigen Menschen in
des Komponisten Hand wirkt, ist in Wahrheit die Erfüllung eines künstlerischen
Traums, mitten in der Entstehung eines Stücks könne das Theater zur Spiegelung
menschlicher Widersprüche werden. So vehement, wie sich der russische Futurist
Wsewolod Meyerhold auf ein groteskes Divertissement von ihm geht die Oper u. a.
zurück gegen das realistische psychologische Theater wehrt, so unnachgiebig ringt
Prokofjew in einem wahren Musik- und Stimmenrausch um ein gegen das
romantische Musikdrama gerichtetes Werk: Die Opera buffa feiert aus dem Geist der
italienischen Stegreifkomödie ihre Wiedergeburt als völlig neue, autonome Kunst.