OPER
HÄNSEL UND GRETEL
VON ENGELBERT HUMPERDINCK
TEXT VON ADELHEID WETTE UND DEM KOMPONISTEN NACH DEM
HAUSMÄRCHEN DER GEBRÜDER GRIMM
UA 1893
PREMIERE
31. OKTOBER 2010
GROSSES HAUS
MUSIKALISCHE LEITUNG
JOHANNES KLUMPP
INSZENIERUNG UND BÜHNE
MICHIEL DIJKEMA
KOSTÜME
CLAUDIA DAMM
KINDERCHOR
ALFRED SCHULZE-AULENKAMP
DRAMATURGIE
JULIANE SCHUNKE
GESCHICHTE Zwei Kinder entfliehen aus ihrem von Armut geprägten Alltag in eine
Fantasiewelt. Selbst die Mutter sieht keinen Ausweg und jagt in ihrer Verzweiflung
die Kinder fort in den Wald. Die Freude des heimkehrenden Vaters, der endlich
wieder einmal Geld nach Hause bringt, ist von kurzer Dauer. Wo sind die Kinder?
Diese machen den unheimlichen Wald zu ihrem vertrauten Ort und vertreiben den
Hunger und die Angst mit einem Engelstraum. Ihre Begegnung mit der Hexe spielt
sich in einer Welt voller Essen und Süßigkeiten ab, bis diese ihr wahres Gesicht
offenbart.
LEGENDE 4 Erzählt wird vom Segen und Fluch der Kindheit. Was vom Westfalen
Engelbert Humperdinck zunächst als Märchenspiel im Familienkreis geplant war,
weitete sich rasch zur Großen Oper in der Nachfolge von Mozarts ,,Zauberflöte" oder
Wagners ,,Siegfried" aus. Humperdinck verwandelt romantisches Waldleben in einen
Wald voller Gefahren. Der Komponist nennt seine Oper ,,Ein Stück Kinderleben", das
,,die arbeitende Phantasie lange nicht mehr zur Ruhe" kommen lässt. Der
Medienwissenschaftler Helmut Schanze bezeichnet sie als einen ,,belebten
Hungerwahnsinnstraum". Dieses Meisterwerk des Repertoires ist ein lebendiger
Mythos in Musik, nicht nur zur Weihnachtszeit und nicht allein für Kinder.