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OPER
MEFISTOFELE
VON ARRIGO BOITO
TEXT VOM KOMPONISTEN NACH JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
UA (2. FASSUNG) 1875
PREMIERE
24. SEPTEMBER 2010
GROSSES HAUS
MUSIKALISCHE LEITUNG
RASMUS BAUMANN
INSZENIERUNG
MICHAEL SCHULZ
BÜHNE
DIRK BECKER
KOSTÜME
RENÉE LISTERDAL
CHOR
CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE
WOLFGANG WILLASCHEK
GESCHICHTE Die himmlischen Heerscharen preisen Gott, der Mephisto befragt, ob
er den tugendsamen Gelehrten Faust kenne. Mephisto wettet mit Gott, dass er
Fausts Seele gewinnen würde und so beginnt der Kampf um dessen Seele. Beim
derben Treiben während des Osterspaziergangs verfolgt Mephisto als grauer Bruder
den alten Faust bis in dessen Studierstube. Dort schließt er mit ihm einen Pakt, bei
dem es sich vor allem um Jugend und das Mysterium des Weiblichen dreht. Faust
gewinnt Margherita für sich, trotz ihrer Fragen, wie er es mit dem Glauben hält. Er
verführt sie und vermag es trotz Mephistos Hilfe nicht, sie vor dem Tod zu bewahren.
Im Angesicht seines Todes erkennt Faust die Vergeblichkeit seines Wunschtraums,
den Augenblick des Glücks festzuhalten.
LEGENDE 2 Es ist die Fabel von der Faszination des Bösen, welche die Welt im
Innersten zusammenhält. Als Magier des Dämonischen begegnet Mephisto
unentwegt Gegenspieler, mit denen er in einem Stationendrama den Existenzkampf
zwischen Gut und Böse austrägt. Der ,,Faust"-Stoff dient dabei als Rahmen für die
Neuauflage einer Schöpfungsgeschichte. Arrigo Boito begreift sein Werk als
Kampfansage an die italienische Nummernoper traditionellen Stils. Gegen Ende des
19. Jahrhunderts gehört diese Oper zu den erfolgreichsten europäischen
Reformwerken im Musiktheater. Wohl kaum zuvor ist Goethes Welttheater so
konsequent italianisiert und veropert worden. Wer siegt in diesem Kampf zwischen
Spielern und Gegenspielern? Nicht von ungefähr spielt Gott eine nicht unerhebliche
Rolle im Mythenspektakel.